Was ist Git?

Was ist Git?

Ohne mein Git sag ich gar nichts!

Git ist ein sogenanntes Quellcodeverwaltungs-Werkzeug. Unter Quellcode-Verwaltung versteht man in der Softwareentwicklung ein Tool, das einen Programmierer u.a. bei den folgenden Aufgaben unterstützt: 

  • Nachverfolgung von Änderungen, also das Hinzufügen, Löschen und Editieren von Quellcode in einem Repository (so heißen die Code-Archive in einer Versionsverwaltung)
  • Rückgängigmachen von Änderungen, die fehlerhaft sind oder nicht mehr gewollt werden
  • Kollaboration: Synchronisation und Zusammenführung mit dem Entwicklungsstand von anderen Programmierern und Unterstützung bei Versionierung der Software-Lösung

Am Anfang war der Ordner

Warum man in der Softwareentwicklung eine Quellcodeverwaltung braucht

Ja aber, das kann doch auch mein Datei-System, oder? Dann eben auf die harte Tour! Stellen Sie sich vor, Sie sind Softwareentwickler und haben ein wichtiges Ziel – ja geradezu einen Meilenstein – geschafft. Dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Erstens, Sie machen einfach fröhlich weiter – einfach nur wahnsinnig, denn folgendes könnte passieren: 

  • Sie merken zu spät, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Aber keine Sorge. Bei der Suche bleibt Ihnen viel Zeit, darüber nachzudenken, wie Sie diese Situation in Zukunft vermeiden können.
  • Das Programm ist am nächsten Morgen nicht mehr lauffähig. Zu dumm, dass bereits die Terminerinnerung für die nächste Präsentation aufgepoppt ist.

Die zweite Möglichkeit: Sie machen sich schön brav Ihre Sicherheitskopien. Das hat allerdings auch seine Tücken: 

  • Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Sicherheitskopien nicht mehr und wehe, wenn Sie nicht schön sequentiell Ihre Änderungen Reihe für Reihe immer ab der aktuellsten Kopie einpflegen, sondern ab und zu einen alten Stand nehmen und von dort aus weiterarbeiten. Das Chaos ist vorprogrammiert.
  • Sie arbeiten im Team zusammen und wollen nun das Meisterwerk Ihres Kollegen bei sich integrieren. Wie machen Sie das? Das wird ein sehr langer netter Abend zu zweit – hoffentlich verstehen Sie sich gut!

Ach ja. Sie haben noch eine dritte Möglichkeit. Richtig! Eine professionelle Software für Ihre Quellcodeverwaltung. Wollen wir es mal probieren?

Git – Softwareentwicklung leicht gemacht

Die wichtigsten Funktionen in einem Git-Repository

Wie läuft eigentlich die Verwaltung in so einer Versionsverwaltung mit Git ab? Git bietet hierzu eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Allerdings gibt es einige Funktionen, die einem Softwareentwickler immer über den Weg laufen: 

  • Initialisierung eines Repository – kurz Repo: Mit dem Kommando „git init“, das ein Programmierer in seine Konsole eingibt, wird ein Ordner zum Code-Archiv befördert. Git weiß nun, dass es für die Nachverfolgung von Änderungen in diesem Ordner zuständig ist.
  • Klonen eines vorhandenen Repository: Häufig macht ein Entwickler dort weiter, wo andere aufgehört haben. Mit „git clone“ kann man die Kopie eines Repository auf den heimischen PC erstellen und mit der Bearbeitung fortfahren.
  • Commit: mit einem Commit sagt man Git, dass Änderungen in der Versionskontrolle verbucht und als eine Art Schnappschuss gespeichert werden. Jeder Commit erhält einen eindeutigen Identifikator – eine sogenannte SHA-ID. Damit ist es einem Softwareentwickler möglich, immer wieder auf diesen Stand zurückzukehren.
  • Pull: Hat ein anderer Softwareentwickler zeitgleich am selben Repository gearbeitet, kann man mit „git pull“ dessen Änderungen bei sich lokal runterladen.
  • Push: Damit sind die lokalen Arbeiten beschlossene Sache und werden in ein meistens zentrales Remote-Repository übertragen. Heißt in der Praxis einfach nur, dass man alles in die Cloud oder auf einem zentralen Server hochlädt.

Kann ich auch als IT-Entscheider was mit Git anfangen?

Die Rolle von Git in einem Softwareentwicklungsprojekt

Neben vielen technischen Gründen spricht aber auch aus Sicht des Projektmanagements vieles für die Pflege von Quellcode in einem Git-Repository: 

  • Dokumentation: Schauen Sie mal auf GitHub, eine der größten Entwickler-Communities. Hier tummeln sich endlos viele Git-Repos. Die meisten haben auch eine md. Das ist ein kleines Dokument, in dem hinterlegt ist, wie man das Projekt zum Laufen bekommt, ohne viel herumsuchen zu müssen. Sehr praktisch.
  • Nachvollziehbarkeit: Auch, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter nicht jede Code-Zeile verstehen, bekommt man ein Gefühl dafür, wie das Projekt praktisch vorangeht. Quasi wie in der gläsernen Molkerei.
  • Unabhängigkeit: Sie können ein Git-Repository jederzeit und überall samt Änderungs-Historie hinklonen (kopieren). Damit machen Sie sich nicht von einem Dienstleister abhängig.

Git kann also einen sehr positiven Effekt auf Ihr Softwareentwicklungsprojekt haben und stellt sicher, dass kein Krümel Programzeile nach dem Implementierungszeitraum verloren geht. Wäre ja auch zu schade um die ganze Arbeit und das schöne Geld, das Sie für die Softwareentwicklung aufbringen mussten. 

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