Was ist OPC-UA?

OPC-UA bringt Ihre Maschinen zum Reden

OPC-UA kurz und knapp erklärt

OPC-UA steht für Open Plattform Communication Unified Architecture. Was für ein Begriff! Damit sorgt man auf jeden Fall für Aufmerksamkeit. Und das auch zurecht. Denn OPC-UA beschreibt einen Schnittstellenstandard für die industrielle Kommunikation mit Hilfe einer service-orientierten Architektur (SOA). Ähnlich wie Sie mit einem Web-Browser auf die Inhalte einer Webseite zugreifen, können Sie via OPC-UA mit Hilfe eines OPC-UA-Clients (z.B. eine BDE-Software) die Inhalte eines OPC-UA-Servers (z.B. die Variablen einer SPS) abrufen. Die Grundlage des Protokolls bildet die OPC-Spezifikation. Darüber hinaus bietet OPC-UA aber einiges an Verbesserungen. 

  • Plattformunabhängigkeit: Im Gegensatz zu OPC, das maßgeblich auf COM/DCOM beruht und damit nur auf Windows läuft, ist die Softwareentwicklung mit der Unified Architecture unabhängig vom Betriebssystem, der Programmiersprache und der eingesetzten Hardware.
  • Sicher: der neueste OPC-Standard folgt dem Security by Design-Prinzip. Authentifizierung/Autorisierung, Verschlüsselung und Diagnose-Möglichkeiten sind von Haus mit dabei.
  • Erweiterbarkeit: Egal, ob branchen-, anwendungs- oder herstellerspezifische Anforderungen, jeder kann prinzipiell den OPC-UA-Standard nach seinen Wünschen erweitern, ohne bestehende Anwendungen zu beeinflussen – vorausgesetzt Sie haben die Zeit und das nötige Kleingeld.
  • Umfangreiche Modellierungsmöglichkeiten: Die Unified Architecture-Spezifikation definiert ein flexibles Informationsmodell in Form eines Adressraumes. Dieser besteht im Kern aus hierarchisch aufgebauten Nodes. Den können Sie sich getrost einfach wie eine Sitemap oder eine Ordner- und Dateien-Struktur vorstellen.
  • Investitionsschutz: Der Vorgänger von OPC-UA, OPC Classic, hat sich jahrelang bewährt. Entsprechend haben diverse Unternehmen viel Zeit und Geld in Integration und Anwendungsentwicklung investiert. Das will man natürlich nicht alles übern Haufen werfen. Deshalb ist die UA-Spezifikation kompatibel zum Vorgänger in Form von OPC-zu-OPC-UA-Mappings.

Seit 2006, als die erste Version der Spezifikation des Datenaustauschstandards herauskam, ist OPC-UA auf dem Vormarsch und hat sich bis heute zum Gold-Standard der industriellen Kommunikation gemausert. Deshalb dürfte es niemanden verwundern, dass auch alle namenhaften Automatisierungstechnik-Hersteller ihre Produkte entsprechend ausrüsten, wie z.B. 

  • TwinCAT von Beckhoff: In einer SPS mit TwinCAT lässt sich bequem ein OPC-UA-Server aktivieren. Mit Hilfe eines OPC-UA-Clients können auch andere Geräte über IEC-61131-Programmierung eingebunden werden.
  • S7 von Siemens: Ähnlich zum Pendant von Beckhoff, lässt sich auch hier ein in der SPS integrierter OPC-UA-Server konfigurieren. Ähnliches gilt auch für andere Siemens-Produkte, wie z.B. dem WinCC-System.

Wenn es in Ihrem Unternehmen gilt, Maschinendaten in BDE-, MES- oder ERP-Systeme zu integrieren, ist OPC-UA also ein sicheres Pferd, auf das Sie setzen können. 

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