Was ist Xamarin?

Mich laust der Affe! Mobile Softwareentwicklung auf Android, iOS und Windows

Xamarin kurz und knapp erklärt

Xamarin begann 2000 als Experiment, um .NET auf Linux lauffähig zu machen. Heute ist Xamarin eine quelloffene Plattform für die Erstellung von meistens mobilen Anwendungen auf Android, iOS, Mac und Windows. Die Grundidee ist einfach: Schreibe als Softwareentwickler einmal Code, benutze ihn auf allen Ziel-Endgeräten. Und das ist dem Softwareentwicklungs-Team um Miguel de Icaza mit .NET oder genauer gesagt mit Mono (spanisch für Affe) auch richtig gut gelungen. Denn die Xamarin-Plattform ist nicht umsonst so beliebt in der mobilen Softwareentwicklung: 

  • Wiederverwendbarer Quellcode mit C#: Ob Geschäftslogik, Anbindung von APIs oder Unit Tests: Xamarin hält den Software-Technologie-Zoo im Zaum und sorgt für teamübergreifende Standards. Das ist auch für IT-Entscheider wichtig, da Quellcode auch immer ein Stück Unternehmens-Know-How ist.
  • Interoperabilität: Sie haben Zugriff auf native Bibliotheken von Android, iOS, Mac und Windows die in Java, C oder C++ geschrieben wurden.
  • Leistungsstarke Entwicklungswerkzeuge: Warum das Rad neu erfinden? Mit Visual Studio profitiert Xamarin von den Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte. Das heißt Entwicklungskomfort mit IntelliSense, jede Menge Templates und KI – Wow.
  • Investitionsschutz: Viele Bibliotheken aus Xamarin finden sich auch im Rest des .NET-Ökosystems wieder und werden auch nicht so schnell verschwinden.
  • Xamarin entwickelt sich aktiv weiter: Mit .NET MAUI macht Microsoft aus Xamarin eine waschechte Multiexperience Development Plattform und konsolidiert die Technologie weiter.
  • Große kommerzielle und freie Community: Für Xamarin stellen viele namenhafte Hersteller spezielle Software-Bibliotheken bereit. Damit sind der individuellen mobilen Softwareentwicklung, z.B. auch im SAP-Umfeld oder auf einem Industrie-Scanner von Zebra, keine Grenzen gesetzt.
  • Programmieren ist gut, bereitstellen und verkaufen ist besser: Mit Diensten wie dem Visual Studio App Center geht’s schnurstracks ab in den offenen oder unternehmens-internen App Store, wo die Anwender schon sehnsüchtig warten.

Die Idee von Xamarin ist also alles andere als affig – auch wenn der Laufzeitumgebungs-Name Mono etwas zum Schmunzeln einlädt. Ganz im Gegenteil – Die mobile Softwareentwicklung erhält mit Xamarin einen echten Effizienz-Schub.

Wie kommt meine Idee in das Smartphone?

Der Software-Entwicklungsprozess mit Xamarin

Xamarin ist die eierlegende Wollmilchsau der App-Entwicklung. Schon verstanden. Aber wie wird aus einer Idee nun ein echtes Programm, das man im besten Fall auch noch verkaufen kann? Schauen wir uns die Entwicklungs-Schritte mal genauer an: 

  • Sie und Ihre Entwicklerin oder Ihr Entwickler schnappen sich eine Tasse Kaffee und treffen sich bei Teams, um die Idee in ein Konzept für eine mobile Anwendung zu gießen.
  • Nach dem Ihre App-Entwicklerin oder Ihr App-Entwickler (hoffentlich) alles verstanden hat, legt sie oder er ein neues Programmier-Projekt an und verknüpft dieses zugleich mit Ihrem Versions-Kontrollsystem, z.B. Git.
  • Anschließend muss man noch einen ganzen Haufen an technischem Kleinvieh konfigurieren: API-Level, Emulator (z.B. für Android), App-Berechtigungen … Seien Sie bloß froh, wenn Sie einen professionellen Dienstleister für Ihr Softwareentwicklungs-Projekt haben.
  • Darauf haben die Softwareentwickler schon sehnsüchtig gewartet: Jetzt geht’s ans Programmieren mit Visual Studio.
  • Ein paar Skripte und der berüchtigte Knopfdruck auf F5 genügen und die neue App schnuppert zum ersten Mal richtig Morgenluft – zumindest, wenn der App-Entwickler bis Dato alles richtiggemacht hat. Bei dem sogenannten Build-Prozess wird aus dem C#-Code IL-Code, der von der Mono-Runtime später auf dem Smartphone ausgeführt wird. Die technischen Details gibt’s bei .NET zum Nachlesen.
  • Jetzt beginnt das sogenannte Debuggen. Hier beobachtet man quasi, was zur Laufzeit unter der Haube der Anwendung stattfindet: Fehlermeldungen, Variablenbelegungen, Ausführungspfade usw.
  • Das Spielchen aus Programmieren, Debuggen und wieder Programmieren geht so lange bis die Entwicklerin oder der Entwickler fertig ist und stolz das fertige Werk präsentiert.
  • Hoffentlich sind Sie zufrieden. Denn dann können Ihre Anwender die App aus den öffentlichen oder individuellen App Stores herunterladen und ihr Feedback geben – und keine Sorge, die finden immer was!
  • Irgendwann steht der vereinbarte Funktionsumfang und es kommt, wie es kommen muss: Sie erhalten eine Rechnung. Wie hoch die ist, hängt bei Individualsoftware übrigens von einigen Faktoren ab. Zum Glück gibt es einige Mittel, um als Kunde an den Kosten zu drehen. Wollen Sie wissen, welche das sind? Aber erst zu Ende lesen!

Die dargestellten Projektphasen sind natürlich stark vereinfacht. Zumal es häufig die eine oder andere Rotation gibt. Für ein grobes Verständnis des Software-Entwicklungsprozess reicht das aber allemal und Sie haben nun eine Vorstellung wie Ihre digitale Idee auf den Bildschirm Ihrer Kunden, Mitarbeiter oder Zulieferer kommt.

Aus C#-Code wird mit Xamarin und der Entwicklungsumgebung Visual Studio Ihre neue mobile App.

Noch nicht genug von Xamarin? – hier gibt’s mehr …

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