Was ist HTML?

Was ist HTML?

Die DNA Ihrer Webanwendung

Die Hypertest Markup Language (HTML) ist der unangefochtene Gold-Standard in der Software- und Webentwicklung, wenn es um textbasierte Auszeichnungssprachen für das liebe World Wide Web geht. Mit HTML beschreibt man in Textform mit Hilfe sogenannter Tags, wie Daten im Browser dargestellt werden. Zu diesen Daten gehören Texte, Bilder und Videos, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus lassen sich große Texte auch semantisch strukturieren, wie der Softwareentwickler sagt. So weiß der Browser oder eine andere Software, wofür ein Text eigentlich gut ist, ob er z.B. als Überschrift dient, Teil eines Listeneintrags ist, oder in welchem Abschnitt man sich befindet. Mit HTML lässt sich ein Text aber nicht nur einfach anzeigen. Durch die Strukturierung kann er auch von einem Programm analysiert oder vorgelesen werden – wie praktisch! 

Lange Rede, kurzer Sinn: Fassen wir mal zusammen: 

  • HTML steht kurz für Hypertext Markup Language.
  • HTML ist die Standard-Auszeichnungssprache zur Erstellung von Webseiten. HTML ist unter anderem ein eingetragener ISO-Standard: ISO/IEC 15445.
  • Über die Weiterentwicklung wacht das World Wide Web Consortium (W3C), damit nicht einfach jeder Browser-Hersteller macht, was er will.
  • Mit HTML strukturieren Sie oder Ihr Softwareentwickler Webseiten und Webanwendungen. Die Formatierung oder dynamische Veränderung ist wieder eine andere Geschichte. Hierzu gehören der Inhalt selbst – den Ihr Publikum sich hoffentlich auch durchliest – und verschiedene Metadaten bzw. Kopfdaten, wie z.B. der Titel und die Beschreibung einer Webseite – die sehen Sie z.B. auf der Google-Ergebnisseite.
  • HTML besteht aus einer baumstruktur-artig angeordneten Menge von Elementen, den Tags.
  • Tags sagen dem Browser, um was für einen Inhalt es sich handelt, z.B.: Das ist ein Video, das ist eine Überschrift, das ist ein Seitenbereich, usw.

Es werde bunte Pixel

Wie funktioniert eigentlich HTML?

Sie sitzen gemütlich in Ihrer Berliner Wohnung auf dem Sofa und browsen auf Ihrem Tablet so vor sich hin. Sie wühlen sich durch die neuesten Angebote von Amazon, schauen Filme auf Netflix und mehr. Aber wie kommen nun die bunten Bilder auf den Bildschirm und welche Rolle spielt HTML dabei? 

Nehmen wir einmal an, Sie wollen online bei Ihrem Berliner Lieblingsfriseur einen Termin buchen. Wie läuft das Ganze ab? Abgesehen vom Drama, dass sich auf Ihrem Kopf abspielt, ist der Prozess immer wie folgt: 

  • Sie geben die URL (Internetadresse) Ihres Friseurs ein, z.B. http://www.harrstreubend-berlin.de
  • Hinter dieser URL verbirgt sich ein Webserver. Dieser kramt nun bei sich ein fixes HTML-Dokument heraus oder erstellt dieses mit Hilfe eines serverseitigen Programms dynamisch.
  • Das HTML-Dokument oder besser gesagt, dessen Text wird per HTTP (Hypertext Transfer Protokoll) über den Draht geschickt.
  • Ihr Browser empfängt das Dokument.
  • Nun beginnt die Magie: Eine Softwarekomponente innerhalb des Browsers, die sogenannte Browser-Engine (manchmal auch Layout- oder Rendering-Engine) übersetzt das HTML und generiert daraus eine grafische Oberfläche.
  • Neben der reinen Struktur des Inhalts durch HTML, kommt noch ein bisschen CSS (Cascading Style Sheet), für die Formatierung in den Topf. Eine Priese JavaScript-Programmiersprache von Ihrem Softwareentwickler erweckt die Webseite dann endgültig zum Leben.
  • Voila! Fertig ist das Weberlebnis.

Sie sehen, das ist alles andere als eine haarige Angelegenheit, sondern ein gut einstudiertes Spiel, das uns die Softwareentwicklung beschert hat.

Und hier sehen Sie mal, was Ihr Browser sieht: Ein bisschen HTML-Code:

				
					<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
<title>Ihre neue Webanwendung</title>
</head>
<body data-rsssl=1>
<h1>Softwareentwicklung als Erfolgsrezept der Digitalisierung</h1>
<p>Darin besteht kein Zweifel ...</p>
</body>
</html>
				
			

HTML-Tags, wie Sand am Meer

Für was kann HTML eigentlich alles verwendet werden?

Mit HTML kann man also Webseiten erstellen. Ein guter Anfang. Mit HTML und den Begleit-Technologien CSS und JavaScript lässt sich aber noch wesentlich mehr veranstalten. Ein Browser lässt sich nämlich von einem Softwareentwickler in Form einer Web-View in jede Anwendung einbetten. In der Softwareentwicklung spricht man dann von hybriden Anwendungen. Mit Hilfe von WebAssembly kann Ihre eingebettete Webseite sogar auf die zugrundeliegende Hardware, wie Bluetooth oder USB-Schnittstellen zugreifen. Wahnsinn, oder? Und das Beste? Für die Erstellung der grafischen Oberfläche ist wieder unsere alte Freundin HTML zur Stelle. Auf diese Weise werden in der Softwareentwicklung, neben klassischen Webanwendungen, eine ganze Reihe an Anwendungen entwickelt: 

  • Desktop-Applikationen
  • Progressive Web-Apps
  • Mobile Apps

Sie brauchen also nicht für jede Software-Lösung eine Extrawurst braten. Ein allzu wilder Mix aus Programmiersprachen, Frameworks und den ganzen anderen technischen Schmankerln, bleibt Ihnen damit erspart. 

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